Aktivitäten

Förderung des Kinderbuches „WaBas Abenteuer“

Bereits im Jahr 2013 unterstützte der Förderverein Frau Koch-Schneider, eine ehemalige Lehrerin am A-E-G, bei der Veröffentlichung ihres Kinderbuches WaBas Abenteuer. Im Schuljahr 2011/12 wurde das 16-seitige Buch (DIN A4 quer, Broschüre) von Schülern der 5. Klasse unter Anleitung von Frau Schröter illustriert. Das Buch kann zum Preis von 4,50 € vom Verein erworben werden (zuzüglich Verpackungs- und Versandkosten, falls keine Selbstabholung am A-E-G möglich). Der Erlös des Buches kommt dem Förderverein zugute. Bei Interesse senden Sie bitte eine Email an: seefried@gymnasiumoettingen.de

Prämierung einer Seminararbeit (bis 2010: Facharbeit) Preisträger der letzten Jahre

2017 Harald Bauer
2016 Richard Helmle, Nico Meier
2015 Jasmin Della Guardia
2014 Christian Lang
2013 Jonas Birnmeyer
2012 David Lichtenwalder
2011 Johannes Lebschi
2010 Florian Birnmeyer
2009 Tobias Wiedenmann
2008 Veronika Straka
2007 Anna Stiegler
2006 Johannes Meyer

Bericht über die Exkursion der beiden W-Seminare Englisch nach Edinburgh/Schottland

Am Donnerstag, 15.09.2016 war es endlich soweit: Unsere Reise nach Schottland, unserem „außerschulischen Lernort“, konnte beginnen. Bereits zu Beginn der Q11-Phase war die Idee zu dieser Studienfahrt der beiden Englisch-W-Seminare, „Scotland- the kaleidoscope of a nation“ sowie „British Humour“ aufgekommen – und wir sahen sofort die Vorteile dieses Auslandsaufenthalts, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung unserer eigenen Seminararbeit.

Wir, die 18 Schülerinnen und Schüler des A-E-G und unsere beiden Exkursionsleiter, Frau Rosenwirth und Herr Hüttinger, trafen uns dementsprechend am Donnerstag, 15.09.2016 um 6.30 Uhr vor der Schule, um mit dem Bus zum Flughafen in Stuttgart zu fahren. Nach einem zweistündigen Flug landeten wir schließlich am Airport in Edinburgh, der schottischen Hauptstadt. Mit der neuen Tram fuhren wir schließlich Richtung

Stadtmitte, denn dort befand sich unsere Unterkunft, das „Edinburgh Central Youth Hostel“. Natürlich waren wir alle nach langer Reise sehr hungrig, deswegen stand die Suche nach Essen als erstes auf dem Plan. Nachdem wir alle gegessen hatten, wurde uns die schöne Altstadt von Herrn Hüttinger gezeigt. Dabei konnten wir einen ersten Blick auf das „Edinburgh Castle“ werfen. Die vielen abendlichen Eindrücke von der „Royal Mile“, die zwischen Castle und Holyrood Palace verläuft, begeisterten uns, doch nach der langen Anreise waren wir alle auch sehr müde und deswegen froh, als wir zurück am Hostel waren und schlafen gehen konnten.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker um sieben Uhr und nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns auf den Weg, das „Edinburgh Castle“ dann auch zu besichtigen. Dort bekamen wir individuelle Lernzeit und konnten uns in Ruhe mit Hilfe von Audio Guides bestens über die Bedeutung der Burg damals und heute informieren. Unser Besuch endete mit der sogenannten „one-o’clock-gun“, eine Tradition, bei der eine Kanone täglich um 13 Uhr abgefeuert wird.

Nachmittags besuchten wir die Central Library, eine große Bibliothek mitten in der Altstadt. Dort bekamen wir eine interessante Führung und anschließend die Möglichkeit, für unsere Seminararbeit zu recherchieren. Die Betreuung vor Ort war von Herrn Kögel organisiert worden und lief optimal. Viele Schüler aus unserer Gruppe konnten noch wichtige Zusatzinfos für ihre Seminararbeiten recherchieren und einige beantragten sogar einen

Mitgliedsausweis der Central Library, um auch von zuhause aus auf die „Serviceleistungen“ der Central Library zurückgreifen zu können.

Anschließend öffnete sich uns ein Zeitfenster, um Umfragen für unsere Seminararbeiten durchzuführen und um Edinburgh, das „Athen des Nordens“ noch besser kennenzulernen. Abends entschieden wir uns dann alle, gemeinsam ins Kino zu gehen, das nicht weit vom Hostel entfernt war.

Am Samstag stand ein Besuch im schottischen Parlament, das sich neben dem „Holyrood Palace“ befindet, auf dem Programm. Wir bekamen eine sehr aufschlussreiche und informative Führung durch das erst 2004 fertiggestellte Gebäude und konnten uns mit dem politischen System in Schottland vertraut machen. Das war sehr spannend, durchlebt doch das UK nach dem Brexit-Votum momentan eine Umbruchszeit.

Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung, einige von uns besuchten die „National Gallery“, ein Kunstmuseum, die anderen arbeiteten weiter an der Seminararbeit oder nutzten den freien Nachmittag, um auch die Souvenirläden aufzusuchen. Am Abend besuchten wir zusammen mit unseren Lehrern ein Restaurant, in dem die meisten von uns zum ersten Mal Haggis probierten. Haggis ist das schottische Nationalgericht („gefüllter Schafsmagen“) und schmeckt deutlich besser als sein Ruf. Danach machten wir uns auf den Weg zurück in unsere Unterkunft und konnten noch einige letzte Blicke auf die beleuchtete Altstadt werfen.

Am Sonntag, 18.09.2016, traten wir um 8.00 Uhr unsere Heimreise an. Nach kurzer Fahrt mit der Tram stiegen wir wieder am Edinburgher Airport aus, um dann um elf Uhr unseren Flieger zurück in Richtung Deutschland zu nehmen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Rosenwirth, Herrn Hüttinger und Herrn Kögel für die Organisation und die Leitung unserer ertragreichen Exkursion, bei unserer Schulleitung für die Erlaubnis, diese durchführen zu dürfen, sowie beim netten und sehr hilfsbereiten Bibliotheksteam der Central Library in Edinburgh.

Ein besonderer Dank gebührt dem Verein der Ehemaligen und Freunde des A-E-G für die finanzielle Unterstützung, ohne die diese Studienfahrt nicht möglich gewesen wäre.

Verena und Pia (Q12)

Bericht über die Exkursion der beiden W-Seminare Geschichte „100 Jahre Erster Weltkrieg“ des AEG zu den Schlachtfeldern in Frankreich und Belgien

Unsere Reise nach Frankreich begann in den frühen Morgenstunden des 18.09.2014. Ein (freiwilliger) Teil der beiden Seminare „100 Jahre Erster Weltkrieg“ und die Lehrer Herr Kögel, Herr Hüttinger und Frau Hönle wollten zusammen mit ihren Schülern und dem Experten Derek Boswell von unserer englischen Partnerschule in Exmouth die bekanntesten Ereignisstätten und Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs (1914- 1918) erforschen und erleben.

Wir hofften darauf, die bisher im Kurs erlernten Fakten und Informationen mit Erkundungen vor Ort und persönlichen Bildern verbinden zu können und möglichst viele Erkenntnisse für unsere jeweiligen Seminararbeiten direkt vor Ort durch das Lernen am außerschulischen Lernort gewinnen zu können.

Nach einer langen Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel, das Fort Douaumont bei Verdun, wo wir das erste Mal auf unseren Guide Derek Boswell trafen. Sehr betroffen machte uns der Eindruck der bis heute deutlich sichtbaren Artilleriekrater, welche die Landschaft vor Verdun noch heute prägen und kennzeichnen. Unvergessen wird uns auch der Anblick der tausenden Gräber vor dem Beinhaus bleiben.

Bevor wir auf dem Weg nach Ypern in Belgien die Kathedrale von Reims besichtigten, machten wir einen kurzen Halt auf der Voie Sacrée, der Heiligen Straße, auf der die französische Armee den Nachschub für die eingeschlossenen französischen Einheiten in und um Verdun regelte. Am nächsten Tag ging es schon nach Belgien – in die für den Ersten Weltkrieg bekannteste Stadt: Ypern.

Begeistert hat uns alle dort in Flandern das höchst moderne Museum „In Flanders Fields“, in dem wir den ganzen Nachmittag verbrachten. Danach besuchten wir Hill 60 und den deutschen Soldatenfriedhof bei Langemarck. Als wir abends die tägliche Zeremonie am Menin Gate, die zu Ehren der gefallenen britischen Soldaten gehalten wurde, beiwohnten überraschte es uns sehr, dass so viele Menschen täglich den Opfern gedenken. Hier stellten wir ganz klar fest, dass die Erinnerung ständig präsent ist und Mythenbildung betrieben wird. Der folgende Tag begann mit einer anstrengenden Wanderung, die uns von Beaumont Hamel über die Sunken Road und das „No-man ́s land“, zu Friedhöfen, einschüchternden Kratern und schließlich zum Newfoundland Park führte.

Durch die vorherige Hitze war jeder froh, dass es bei der Besichtigung des Denkmals für die vermissten und nicht begrabenen britischen und kanadischen Soldaten zu regnen begann.Als jedoch Blitze den Himmel über dem Denkmal durchzuckten, retteten wir uns alle in den Bus. Die Heimreise am 21.09. begann mit einem Halt an der kanadischen Gedenkstätte Vimy, doch wegen des Regens mussten wir uns bald auf den Rückweg machen.

Die Fahrt war für jeden von uns ein unvergessliches Erlebnis, bei dem wir die Zerstörung, die der Erste Weltkrieg hinterlassen hat, selbst sehen und viele Eindrücke erfahren konnten. Ohne diese Erinnerungen unserer viertägigen Reise wäre das W-Seminar nicht dasselbe gewesen, denn wir haben erstmals mit eigenen Augen gesehen, welche Zerstörung und Trauer ein Krieg auch nach 100 Jahren anrichtet.

Bedanken möchten wir uns recht herzlich bei unseren Sponsoren, v.a. beim Verein der Ehemaligen und Freunde des AEG, der die Finanzierung unserer Exkursion dankenswerterweise unterstützt hat.

Jasmin della Guardia, Q12