Unsere Lernwelten

„Die Schule sollte kindgerecht gemacht werden und nicht die Kinder schulgerecht!“

A.S. Neill

Das Konzept der Lernlandschaft sieht die Abkehr vom herkömmlichen Unterricht vor, der sich von der ersten bis zur letzten Minute im Klassenzimmer abspielt. Die räumliche Gestaltung unserer Schule wurde so verändert, dass die pädagogischen Vorgaben eines selbständigen, eigenverantwortlichen und schülerzentrierten Lernens möglichst optimal umgesetzt werden können.

Wir haben daher ganz neue Wege beschritten und die ehemaligen Klassenzimmer des ersten und zweiten Stocks im Altbau zu modernen Lernlandschaften umgestaltet, sodass die Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe und ihre Lehrer in jeweils einer, wie wir meinen, optimalen Lernumgebung lernen und arbeiten können. Mit Unterstützung des Sachaufwandsträgers entstanden multifunktionale Wände, ein Lehrerstützpunkt und flexible Lern- und Arbeitsmöglichkeiten. Geprägt wird die Lernlandschaft von Offenheit und Transparenz, Lernen findet eben nicht mehr hinter verschlossenen Türen satt, sondern sie lädt ein zur Begegnung, zum Gespräch und Austausch, zum miteinander und voneinander Lernen und zur Präsentation dessen, was gelernt wurde.

In der A-E-G-Lernlandschaft haben die Zimmer keine Türen mehr, große Tafel und Lehrerpult sind verschwunden, die Anordnung der Schulbänke ist dank kleiner Tische, die beliebig aneinander gestellt werden können, flexibel. Die Zimmer haben Fenster und lassen sich vom Gang aus einsehen. Das Arbeitsmaterial lagert nicht nur im Klassenzimmer, sondern vor allem im Gang. Nischen in den Wänden dienen als Regale, in denen sich Bücher, Arbeitsblätter und Schautafeln finden – hier für das Fach Mathematik, da für Deutsch, dort für Latein. Zum Lösen von Aufgaben greifen die Schüler auf diese Materialien zurück, zum Lesen und Lernen gibt es im Gang unterschiedliche Sitzmöglichkeiten.

Die Lehrer bewegen sich innerhalb und außerhalb der Klassenzimmer und sind jederzeit für alle Schülerinnen und Schüler ansprechbar. So erweitert sich der Lernraum und das individuelle Lernen wird dadurch gefördert. Außerdem haben die letzten Schuljahre gezeigt, dass in den Lernlandschaften aufgrund des Raum- und Lernkonzeptes nahezu keine Unterrichtsstunde ausfällt. Die Schüler haben in allen Fächern immer umfangreiches Lern- und Übungsmaterial zur Verfügung und sind wegen des offenen Raumkonzeptes durch die anwesenden Lehrkräfte beaufsichtigt und können sich jederzeit mit Fragen an diese wenden.

Die einzelnen Lernlandschaften sind aber in ihrer Architektur nicht alle gleich, sondern unterschiedlich der jeweiligen Altersstufe entsprechend gestaltet. Dies ist auch ein vom bayerischen Kultusministerium bestätigtes absolutes pädagogisches Alleinstellungsmerkmal unserer Schule.

Die eigenen positiven Erfahrungen im Unterrichtsalltag, die Aussagen der Schülerinnen, Schüler und Eltern, die vielen Besucher aus mittlerweile beinahe allen Teilen Deutschlands, die das pädagogische Konzept und dessen Umsetzung am Albrecht-Ernst-Gymnasium überzeugend finden, bestärken uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind, zum Wohl der uns anvertrauten Kinder und auch der mit ihnen arbeitenden Kolleginnen und Kollegen.